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Konya

Eine Reise in die Stadt Konya bringt Sie mitten nach Zentralanatolien, ins Herz der Türkei. Manche halten Konya für die Hochburg der Traditionalisten, geradezu ein Gegenpol zum weltoffenen, europäisierten Istanbul im türkischen Westen.

Und tatsächlich ist Konya geprägt vom Religiösen, was nicht mit den Fundamentalismus gleichzusetzen ist, und außerdem ein bekanntes Pilgerzentrum, denn Konya ist die Heimat der Tanzenden Derwische, jenes spirituellen Ordens, das durch seine spektakulären Drehtänze bekannt wurde.

Die Wallfahrt führt die, meist türkischen, Pilger zum Mevlana-Kloster, in dem auch der Sakrophag des Gründers des Derwisch-Ordens, Celaladdin Rumi, eines bedeutenden Mystikers und Philosophen, steht. Das Kloster wurde 1925, durch die Säkularisierung Atatürks, in ein Museum umgewandelt. Die verbliebenen zwölf Derwische, deren Orden es offiziell gar ncht mehr geben darf, arbeiten als Museumsführer.

Auch einige interesante weitere Museen können Sie in Konya besichtigen, darunter das Archäologische Museum, das Ethnographische Museum oder das Atatürk-Museum.

Im 13. Jahrhundert war Konya die Hauptstadt der Seldschuken und so werden Sie auf einige Bauwerke stossen, die noch aus dieser Zeit stamen, so wie zum Beispiel die Alaeddin Moschee. Interessant ist auf jeden Fall eine Besichtigung der Medrese Karatay mit seinen bunten Kacheln und Reliefs, die außerdem eine Sammlung seldschukischer Keramik enthält, sowie die Ince Minareli Medrese mit seinem schmuckreichen Portal.

Bei Ausflügen in die Umgebung, wobei sich der ganze Landkreis, der außerdem der größte der Türkei ist, Konya nennt, können Sie einige sehenswerte archäologische Ausgrabungen besichtigen, denn das Gebiet Konya wurde schon sehr früh besiedelt.

So gilt die Ausgrabungsstätte Catalhöyük aus der Jungsteinzeit, die sich etwa 40 Kilometer südöstlich von der Stadt Konya befindet, mit einem Alter von circa 7000 - 8000 Jahren, als eine der ältesten Siedlungen der Menscheit, die je aufgefunden wurde.

Aus hellenistischer und römischer Zeit stammt die antike Stadt Kilistra, die heute beim Dorf Gökyurt, 50 Kilometer südwestlich von der Stadt Konya zu finden ist. Die Siedlungen erinnern an die ausgehöhlten Steine in Kappadokien. Hier, im Gebirge, versteckten sich zur Zeit der Christenverfolgung im 1. und 2. Jahrhundert, die zum Christentum übergetretenen Lystrier vor ihren Verfolgern. Zuvor, etwa im Jahre 50 nach Christus, soll Paulus in Kilistra einen Halt eingelegt haben, bevor er in Konya selber predigte.

Die Stadt Konya ist gesäumt von Grünflächen, Gärten, kleinen Flüssen und Brunnen. Wenn Sie einige interessante Tage ohne Hektik erleben wollen, die türkische Religiosität kenenlernen möchten und an Kulturdenkmälern aus früherer Zeit interessiert sind, ist Konya als Anlaufpunkt für Ihre Türkeireisen gerade richtig.


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